Tomáš Valena

Beziehungen

Über den Ortsbezug in der Architektur

Beziehungen

188 Seiten mit ca. 180 einfarbigen Abbildungen.
Format 23 x 28,5 cm. Softcover

ISBN: 978-3-943164-14-5

29,00 EUR

Geschichtliche Prozesse sind immer dort, wo sie kulminieren, bereits von antizyklischen Impulsen unterlaufen und diese legen heute die Vermutung nahe, dass sich die große, mit der Renaissance eingeleitete anthropozentrische Ära ihrem Ende entgegen neigt. Im Kontext der zunehmend ortsungebundener Kommunikations- und Wirtschaftsformen gewinnt auch der Ortsbezug wieder neu an Bedeutung. Der Ort und die Architektur werden zu letzten Erfahrungsräumen der konkreten Lebenswelt – ein Gegenpol zu den Auswirkungen von Globalisierung, Virtualisierung und Migration. Das Lokale wird unter Praktikern und Theoretikern wieder neu verhandelt und bewertet. Nachdem sich seit den 1990er Jahren auch die Geisteswissenschaften mit dem spatial turn erneut des Themas angenommen haben, erscheint eine grundlegende Positionsbestimmung der Architektur in dieser Frage geboten.

Die Einsicht, dass Bauen die Identität eines Ortes weiterentwickeln, neu bestimmen, oder auch zerstören kann, ist nicht neu. Das ortsbezogene Bauen ist jenseits der Architekturmoden angesiedelt. Es stellt eine immer schon mehr oder weniger selbstverständliche Praxis der Architekturproduktion dar, der allerdings unter den heutigen Bedingungen eine besondere Bedeutung zukommt.

Der Autor untersucht den Einfluss von Typus und Topos auf die Architektur. Er setzt sich mit dem Ort und Genius loci als dem konkreten Gegenüber des Gebauten auseinander. An Hand zahlreicher Beispiele aus der Baugeschichte werden die Ortsbezüge der Architektur dargestellt und analysiert. 

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